Durchbruch bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2021

Die EU-Staaten und das Europäische Parlament haben sich im Streit um die Reform der europäischen Agrarpolitik nach langen und schwierigen Verhandlungen am 25. Juni auf einen Kompromiss geeinigt. Künftig soll mehr Geld in den Umwelt- und Klimaschutz investiert werden.
Die Einigung bezieht sich auf die Jahre 2023 bis 2027 und umfasst 270 Milliarden Euro. In einem nächsten Schritt müssen die EU-Staaten ihre nationalen Pläne für die Umsetzung der Reform bei der EU-Kommission einreichen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist das einzige Politikfeld, das nahezu ausschließlich aus dem gemeinsamen EU-Haushalt finanziert wird. Das bedeutet, dass diese Mittel größtenteils nationale Ausgaben der EU-Länder ersetzen.

Mit den neuen Vorschriften, die ab 2023 gelten, haben konnten wir uns auf ein System einigen, bei dem Ernährungssicherheit und faire Regeln für unsere Bauern nebeneinanderstehen. Die GAP wird auch „grüner“: Jeder Euro an Direktzahlungen wird in Zukunft an Umwelt- und Klimamaßnahmen gebunden sein.
Ich bin froh, dass die seit letztem Jahr andauernden Verhandlungen endlich erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Es freut mich sehr, dass die Trilogverhandlungen mit dem Rat nun endlich erfolgreich abgeschlossen wurden. Dies ist ein wichtiges Signal an unsere Landwirtinnen und Landwirte, die nun Planungssicherheit und Stabilität haben!
Die Verhandlungen zur GAP waren diesmal besonders schwierig, weil die Landwirtschaftspolitik vor einem Wandel steht und grüner, flexibler und nachhaltiger werden soll. Mir ist in diesem Prozess besonders wichtig, dass unsere europäischen Landwirtinnen und Landwirte weiterhin hoch qualitative und sichere Nahrungsmittel zu erschwinglichen Preisen produzieren können und wir die bäuerlichen Familienbetriebe auf diesem Weg unterstützen.

Jetzt werden die EU-Agrarminister über den Kompromiss abstimmen. Voraussichtlich im November muss dann das Europäische Parlament im Plenum über den Text abstimmen.